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Markus erklärt die Welt: Der George und die Waffen

Dieser Artikel ist ein wenig ernster geschrieben als meine Anderen und soll in erster Linie etwas zum Nachdenken anregen. Gegen eine kleine Diskussion in den Comments hätte ich auch nichts einzuwenden, aber ich denke mal, dass das leider eh keinen Sinn macht =\

Wie viele von euch vielleicht mitgekriegt haben, gab es gestern in Amerika, genauer gesagt in Blacksburg, Virginia, einen weiteren Amoklauf an der städtischen Universität. Nach letztem Stand forderte er 33 Tote. Ich persönlich hab gestern alles auf N24 mitverfolgt und da wurde doch tatsächlich die Frage gestellt: „Woher hatte der Attentäter die Waffen?“

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Wir reden hier doch über das gleiche Land oder? Ich meine, es ist doch allgemein bekannt, dass man im Land unserer vollkommenen Befreier und besten Freunde an jeder Ecke Waffen hinterher geschmissen kriegt. Ich weiß ja nicht, wer von meinen superintelligenten und äußerst attraktiven Lesern „Bowling for Columbine“ gesehen hat (wenn nicht, unbedingt zu empfehlen!), aber da war so eine Szene in der Michael Moore ein Konto bei einer Bank eröffnet hat und als Dank hat er dort eine Waffe gekriegt. Aber kein einfaches Luftgewehr, sondern eine Schrotflinte. Zur Wahl standen auch noch diverse andere Waffen, ganz nach dem Motto: „Wir haben für jeden was dabei“. Und im Land der unbegrenzten Möglichkeiten können sogar Minderjährige mit Einverständnis der Eltern Waffen kaufen. Ich denke irgendwas läuft da doch falsch. In Amerika sterben jährlich über 30000 Menschen durch Wunden, die durch Schusswaffen verursacht wurden. Doch macht man etwas dagegen? NEIN! Und was kommt von einem Staatsoberhaupt, das hier eigentlich mal einschreiten müsste?

Nichts weiter als ein: Joar…. Tut mir Leid für die Opfer und deren Angehörige….

Und kurze Zeit später lässt er durch seine Pressesprecherin verlauten, dass ja jeder Amerikaner ein Recht auf seine Waffe hätte. Also für mich ist das definitiv eher Salz in die Wunde streuen, als irgendetwas Anderes. Was noch dazukommt ist, dass der Amokläufer nicht einmal „richtiger“ Amerikaner war sondern ein Süd-koreanischer Student. Naja und warum macht der Herr Bush nichts gegen diesen Waffenhandel? Na ganz einfach: Er gehört selbst zur „Waffenlobby“. Und das Einzige was man aus dieser Richtung wohl erwarten kann ist, dass an jeden Student ne Waffe verteilt wird, damit er sich gegen Amokläufer wehren kann….

Und dann hört man wieder, dass die Opfer nicht schnell genug ins Krankenhaus kamen und ordentlich behandelt wurden… Hat sonst jemand N24 geguckt? Ich erinnere mich an eine Szene in der ein Kameramann einen Krankenwagen filmt, der offensichtlich gerade losfahren will. Der Kameramann steht mitten auf der Straße, die der Krankenwagen lang fahren muss. Doch anstatt Platz zu machen hält der Kameramann weiter drauf, bis der Krankenwagen fast gegen die Kamera fährt. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Ich weiß ja nicht, ob ein Mitglied dieser Waffenlobby mal einen Angehörigen durch eine „Selbstverteidigungswaffe“ verloren hat, aber langsam machen die sich doch echt zum Affen. Nur leider scheinen wir unterentwickelten Europäer den wirklichen Grund dafür nicht erkennen zu können. In manchen Staaten in den USA ist es ja schon erlaubt seine Schusswaffe an öffentlichen Plätzen zu gebrauchen wenn man sich bedroht fühlt. Also kann man wahllos Leute erschießen und dann einfach sagen, dass der einen attackiert hat. Naja gut ich denke mal irgendwann würde es doch auffallen😉

So, dass war’s erst einmal von meiner Seite. Wie man vielleicht merkt sind die lieben Amerikaner ein sehr beliebtes Thema bei mir und ja ich weiß, dass nicht alle so ticken, hab ja selber Freunde da „drüben“😉 Nur leider müssen die Normalos darunter leiden, dass so ein paar Freaks immer wieder auffallen….

MfG der Markus ^^

18.April 2007 - Posted by | Markus erklärt die Welt

3 Kommentare »

  1. recht haste!

    Kommentar von wissen ist macht | 18.April 2007

  2. Ich mag den ja auch nicht, aber ich muss ihn jetzt mal in Schutz nehmen. Der liebe George kann leider gar nichts dafür und er kann auch nichts dagegen tun. Die Waffengesetze sind einzig und allein Sache der Bundesstaaten und da hat der liebe George gar nichts zu sagen. Empfehlenswert hier die Lektüre des Blogs USA erklärt und da speziell diese Beiträge:
    Verfassungsänderungen in den USA
    Die Grobstruktur der USA (oder wo man vor George Bush am sichersten ist

    Im Prinzip stimme ich dir aber zu, dass das Waffenproblem in den USA nicht durch noch mehr Waffen gelöst werden kann. Besonders traurig fand ich die Stimmen, die sagten, dass bewaffnete Studenten das ganze vielleicht hätten verhindern oder zumindest eindämmen können.

    Kommentar von Schnitzel | 18.April 2007

  3. jep, haste auch wieder recht. hab inzwischen schon von studenten gelesen, die gesagt haben, dass sie ja waffen an alle verteilen sollen, eben wegen solcher amokläufe… Und das kurz nachdem ich den beitrag geschrieben hatte ^^ naja egal… jedenfalls muss sich da drüben grundlegend was ändern sonst wird das immer so weiter gehen…

    Kommentar von Markus | 18.April 2007


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